Landtagswahl NRW 14.05.2017

Update zur Landtagswahl in NRW am 14.05.2017:

Ergebnis der Landtagswahl 2017 in NRW (nach Auszählung aller Wahlbezirke, aber noch nicht als amtliches Wahlergebnis bestätigt): CDU 33,0%, SPD 31,4%, FDP 12,6%, AfD 7,3%, Grüne 6,3%, Linke 4,9%

Fazit der heutigen Landtagswahl in NRW (und der vorangegangenen Wahlen dieses Jahres): Wir werden uns an den Gedanken gewöhnen müssen, dass die digitale Revolution der Wirtschaft in Verbindung mit der Globalisierung dafür sorgt, dass selbst Mini-Jobs weltweit vergeben werden können. Und natürlich kann der digitale Arbeiter in Indien oder Kambodscha angesichts der dortigen Lebenshaltungskosten seine Dienste wesentlich billiger anbieten als der Europäer. Die Wirtschaft 4.0 wird also für ein nie gekanntes Ansteigen der Arbeitslosigkeit und eine große unverschuldete Verelendung weiter Bevölkerungskreise sorgen. Die immer noch an US-Werten orientierten Politiker haben hierfür keine Lösung und die Wähler offensichtlich nicht den Mut, diese abzulösen. Stattdessen erleben wir ein Erstarken der Kräfte, für die das Internet Neuland ist (Frau Merkel am 19.06.2013: „Das Internet ist für uns alle Neuland“) und die deshalb auch keine Lösungen anzubieten haben, und von Kräften, die sich zwar mit dem Internet schon einmal beschäftigt haben, aber nur um zum eigenen Nutzen, um 1.400.000 Euro öffentlicher Mittel in etwas mehr als einem Jahr zu verbraten: der Spitzenkandidat der FDP Christian Lindner war 2000 bis 2001 Geschäftsführer der Moomax GmbH, die 1.400.000 Euro als Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau und weitere 600.000 Euro von Enjoyventure bekam, und im Oktober 2001 Insolvenz anmeldete. Die Badische Zeitung sagte hierzu: „Es besteht der Verdacht, dass von dem zwei Millionen Euro hohen Gründerkapital der 2001 Pleite gegangenen Moomax GmbH ein nicht unbeträchtlicher Teil in Form von Gehältern an die Geschäftsführer des Unternehmens geflossen sein soll“.

Von einem Zusammenschluss solcher Kräfte ist keine Lösung zu erwarten, die den unschuldig unter Druck geratenen Opfern der Digitalisierung und Globalisierung helfen wird. Der erforderliche grundsätzliche Wandel unseres Werte- und Wirtschaftssystems scheitert an der „kollektiven Bequemlichkeitsverblödung“, die der Politik-Psychologe Prof. Dr. Thomas Kliche in der Bevölkerung feststellt (s. Focus online vom 25.02.2016).

Wenn man den Ängsten vor einem Abstieg zu Hartz IV oder vor der Altersarmut begegnen will, scheint es also derzeit nur einen Weg zu geben: nebenbei Geld zu verdienen und zwar nicht in Micro-Jobs für Bruchteile von Euros und auch nicht in Wunderprojekten, für die man erst einmal eine Menge Geld an irgendwelche Gurus oder Startkapital oder monatliche Gebühren zu zahlen hat. Nebenbei Geld verdienen kann für die meisten Menschen nur heißen, eine Tätigkeit zu finden, die ihnen ein schlüsselfertiges Business ohne Kosten zur Verfügung stellt. Ich habe daher bei unseren Nebenverdienst-Vorschlägen auf der Seite „Nebenbei Geld verdienen“ darauf geachtet, dass diese mit keinen oder nur minimalen Kosten verbunden sind. Schließlich wollen wir nebenbei Geld verdienen und nicht noch welches verlieren.

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